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Usinger Anzeiger vom 28.3.2017 - Weilrod - Rod an der Weil

JIU-JITSU Kinder zeigen, was sie in der Abteilung der SG Weilrod gelernt haben / Noch Plätze frei

 

 

Die Kinder der Jiu-Jitsu-Abteilung der Sportgemeinschaft führen den Zuschauern ihren Ausbildungsstand vor. Foto: Neugebauer
ROD AN DER WEIL - (sn). Die Kleinsten schrien markerschütternd – aber mit Spaß. Wie Inge Heinisch, Trainerin der Mini-Gruppe der Jiu-Jitsu-Abteilung der SG Weilrod, erläuterte, diene diese Übung dazu, im Falle eines Falles nicht blockiert zu sein und schreien zu können – um Hilfe zu rufen und die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Beim Familientag der Jiu-Jitsu Abteilung am Sonntagnachmittag in der Schulsporthalle in Rod an der Weil begrüßte Abteilungsleiter Oliver Wißkirchen die Besucher. Er erläuterte was Jiu Jitsu bedeute, nämlich (aus dem Japanischen übersetzt) „sanfte Kunst“. „So wie Wasser von Natur aus dem Widerstand nachgibt, ihn umspült, so wirkt es trotz aller Weichheit auch hart und zerstörerisch“, verglich er die „sanfte Kunst“ mit diesem Element.

Jiu Jitsu diene vorwiegend der Selbstverteidigung und bestehe aus verschiedenen Schlag-, Hebel-, Tritt- und Wurftechniken. Es ermögliche, die eigenen Grenzen kennenzulernen und die der anderen spielerisch und nach festen Regeln zu erkunden. Dies schaffe gute Voraussetzungen für ein stabiles Selbstwertgefühl.

Und das bewiesen die Steppkes auch schon. Mit der Stopp-Übung wiesen sie den Gegenüber, der ihnen zu nahe kam, in die Grenzen. Der verführerischen Stimme einer Freiwilligen aus den Reihen der Zuschauer, die sie mit dem Anschauen von niedlichen Hundebabys lockte, traten sie mit einen deutlichen „Nein“ entgegen.

Die größeren Kinder und die Jugendlichen mit ihren je nach Ausbildungsstand verschiedenfarbigen Gürteln führten verschiedene Wurf- und Hebeltechniken, aber auch Festlegetechniken vor, bis der jeweils Unterlegene mit der Hand auf die Matte klopfte und so sein Aufgeben signalisierte. Und die Erwachsenen – hier vor allem Trainer Stephan Heinisch und Oliver Wißkirchen – zeigten eindrucksvoll, wie man sich gegen Angriffe mit Messer, Stock oder Axt zur Wehr setzen kann. Wie Wißkirchen betonte, seien in der Erwachsenengruppe dienstagabends von 20 bis 22 Uhr noch Plätze frei, auch für Anfänger.

Derzeit habe die Jiu-Jitsu-Abteilung 52 Mitglieder, wovon 45 aktiv seien, darunter auch drei Kinder von Geflüchteten. Er hob das Engagement von Gabriele Horn hervor, die die Kinder zum Training fahre und auch Behördengänge für die Familien erledige. Weitere Informationen zur Jiu-Jitsu-Abteilung unter der Adresse http://sgweilrod.de/jiu-jitsu.htm im Internet.

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